Kalium gehört zu den wichtigsten Mineralstoffen im menschlichen Körper. Viele wichtige Aufgaben hängen von einer ausreichenden Versorgung mit dem Mineral ab.

Hier erfährst Du:

Warum braucht unser Körper Kalium?

Kalium ist eines der wichtigsten Kationen in unserem Körper und kommt zum weit überwiegenden Teil im Inneren unserer Zellen, dort vor allem in erregbaren Nerven- oder Muskelzellen vor.

Kalium ist ein wichtiger Elektrolyt und sorgt dafür, dass das Milieu unserer Körperzellen konstant und an die extrazelluläre Flüssigkeit angepasst bleibt. So können die Zellen ihren Flüssigkeitshaushalt regulieren und optimal arbeiten.

Das Mineral ist aber auch wichtig für die Aufrechterhaltung des Membranpotentials. Das ist die Spannung, die an jeder Biomembran einer lebenden Zelle anliegt und im Fall einer Nerven- oder Muskelzelle für die Weiterleitung der ankommenden Reize essenziell ist.

Viele Enzyme benötigen Kalium als Kofaktor und können ohne ihren Juniorpartner nicht funktionieren. Das trifft unter anderem auf die Synthese von Glykogen, die tierische Speicherform der Stärke, zu. Aber auch andere energiekonservierende Schritte hängen von Kalium ab (1).

Schon gewusst?

Kalium trägt viel zu einem optimalen Energiestoffwechsel bei. Manche wissenschaftliche Studien legen einen Zusammenhang zwischen Kaliummangel und Übergewicht nahe. Dieser Zusammenhang ist allerdings wissenschaftlich schwach belegt und es ist noch weitere Forschung nötig.

Welche positiven Wirkungen hat Kalium auf unsere Körper?

Kalium ist ein zentrales Ion in unserem Stoffwechsel, das bei vielen Prozessen seine Finger im Spiel hat. Aber was haben wir genau davon?

Kalium beeinflusst die Gefäßfunktionen und trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Blutdrucks bei. Außerdem hat es Einfluss auf die Freisetzung von Hormonen, beispielsweise dem Insulin aus den Beta Zellen der Bauchspeicheldrüse. Damit hat es Einfluss auf die Verwertung von Kohlenhydraten, aber auch die Proteinsynthese benötigt Kalium.

Kalium ist am Transport von Glucose oder Aminosäuren im Darm und den Nieren beteiligt. In den Nieren hat es auch Einfluss auf die Ausscheidung von Säuren und greift dadurch in die Regulation des Säure-Basen-Gleichgewichts ein (2).

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Wie kann Kalium aufgenommen und gespeichert werden?

Das mit der Nahrung aufgenommene Kalium wird in den oberen Bereichen des Dünndarms fast vollständig resorbiert. Danach wird das Kalium in die Leber transportiert und kann dort vorübergehend gespeichert werden. In der Leber spielt Kalium eine wichtige Rolle beim Abbau von Glykogen. Der überwiegende Teil des Kaliums wird dann hauptsächlich in Muskelzellen transportiert. Dort muss es unter Energieaufwand gegen einen hohen Konzentrationsgradienten aufgenommen werden, bevor es einsatzbereit ist. Bei einer Kalium Überdosierung wird das überschüssige Mineral über die Nieren wieder ausgeschieden (3).

Wie entsteht ein Kaliummangel?

Von einem Kaliummangel spricht man, wenn die Konzentration im Blutserum unter den Normbereich absinkt. Der Kalium Tagesbedarf liegt bei mindestens 2g. Um langfristig durch einen niedrigen Kaliumwert hervorgerufenen Beschwerden vorzubeugen, empfehlen Experten eine deutlich höhere Dosis von über 4g täglich. Wie viel Kalium am Tag tatsächlich nötig ist, hängt außerdem noch von verschiedenen Faktoren wie Alter, Schwangerschaft oder körperliche Belastung, ab (4).

Die naheliegendste Ursache für Kaliummangel ist eine unzureichende Aufnahme mit der Nahrung.

Meist liegt dem Kaliummangel aber ein erhöhter Verlust zugrunde. Das kann ein erhöhter Wasserverlust sein, der das Mineral aus dem Körper spült. Typischerweise entsteht dieser Wassermangel durch Erbrechen oder Durchfall. Auch die Einnahme von entwässernden Medikamenten oder Abführmitteln könne einen Kaliumverlust nach sich ziehen (7).

Eine Überproduktion des Nebennierenhormons Aldosteron kann ebenfalls zu erhöhter Kaliumausscheidung führen.

Was tun bei Kaliummangel?

Ein akuter Kaliummangel stellt einen Notfall dar und muss sofort ärztlich behandelt werden. Der Patient benötigt dann eine intravenöse Gabe von Kaliumchlorid, um den Mangel schnellstmöglich auszugleichen.

Bei einem chronischen Mangel, wenn der Kaliumwert zu niedrig ist, kann die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sinnvoll sein. Experten empfehlen allerdings schlicht, reichlich Lebensmittel mit Kalium, die den Bedarf auf natürliche Weise decken, zu sich zu nehmen.

Woran erkennt man einen Kaliummangel?

Verschiedene Symptome können darauf hindeuten, dass das der Kaliumwert zu niedrig ist. Kalium ist maßgeblich an der Erregung und Reizleitung beteiligt. Ein Mangel an Kalium kann sich daher durch Müdigkeit und Schlafstörungen, Konzentrationsschwäche, Verstopfung und Blähungen oder Muskelschwäche äußern.

Wer Symptome an sich erkennt und deshalb einen Kaliummangel Selbsttest durchführen möchte, den sollte die Symptome am besten auch mit einem Arzt besprechen. Kaliummangelsymptome sollten immer ernst genommen werden.

Lächelnde Frau isst eine Banane

Was können die Folgen eines Kaliummangels sein?

Bei anhaltendem Kaliummangel können über eine Muskelschwäche hinaus Lähmungserscheinungen auftreten. Davon ist auch die glatte Muskulatur des Darmes betroffen, was zu starken Verstopfungen führen kann. Die gefährlichsten Auswirkungen scheint Kaliummangel aber auf das Herz zu haben. Der Sinusknoten, der die Kontraktionen des Herzens auslöst, kann aus dem Takt geraten. Außerdem reagieren alle Zellen langsamer und benötigen mehr Zeit, um ihren Ausgangszustand wiederherzustellen, der für eine neue Kontraktion nötig ist. Als Folge können Herzrhythmusstörungen auftreten (5).

Welche Lebensmittel sind gute Kalium Lieferanten?

Bei einem gesunden Menschen sollte es leicht möglich sein, den täglichen Kaliumbedarf mit einer gesunden, ausgewogenen Ernährung zu decken. Dazu sollte man ungefähr wissen, wie viel Kalium in den Lebensmitteln steckt, die täglich auf den Tisch kommen.

Fisch und Fleisch enthalten Kalium, denn sie sind nichts anderes als Muskelmasse, die ja das Hauptvorkommen des Minerals darstellt. Hier liegt der Gehalt meist um die 350 mg pro 100 g.

Auch unter den pflanzlichen Lebensmitteln gibt es ausgezeichnete Kaliumquellen. Spitzenreiter sind Soja und Limabohnen mit rund 1700 mg pro 100 g. Hülsenfrüchte sind mit rund 1000 mg pro 100 g allgemein eine gute Quelle.

Beim Gemüse punkten Spinat, Grünkohl, Feldsalat und Kartoffeln mit bis zu 600 mg pro 100 g, der Durchschnitt liegt bei etwa 250 mg.

Frisches Obst enthält um die 150 mg. Bananen führen die Liste mit rund 400 mg an. In Trockenfrüchten liegt wegen des geringeren Wasseranteils der Kaliumgehalt deutlich höher.

Insgesamt sollte man nicht vergessen, dass Kalium wasserlöslich ist und man es gerne mit dem Kochwasser wegschüttet (6).

Woran erkennt man gute Kalium Präparate?

Kalium ist in Nahrungsergänzungsmitteln oft in Form von Kaliumcitrat, einem organischen Salz oder dem anorganischen Kaliumchlorid enthalten. Im Allgemeinen sind organische Verbindungen für den Körper besser verwertbar. Da eine Kalium Überdosierung sehr negative Folgen für die Gesundheit haben kann, sollte das Präparat nicht mehr als 500 mg enthalten (7).

Quellen

  1. DCMS, Mineralstoffe und Spurenelemente: Welche Funktionen haben sie?, online, Stand: 15.12.2021 https://www.diagnostisches-centrum.de/mineralstoffe-spurenelemente.html
  2. DocMedicus, Funktionen – Kalium, online, Stand: 15.12.2021 http://www.vitalstoff-lexikon.de/Mineralstoffe/Kalium/Funktionen.html
  3. Deutsche Apotheker Zeitung, Kalium, online, Stand: 15.12.2021 https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2005/daz-21-2005/uid-14009
  4. V. Dahm, E. Rudolf-Müller, Kalium, online, Stand: 15.12.2021 https://www.netdoktor.de/laborwerte/kalium/
  5. Medizinfo, Kaliummangel/Kaliumüberschuss, online, Stand: 15.12.2021 http://www.medizinfo.de/endokrinologie/stoffwechsel/kalium.htm
  6. DocMedicus, Lebensmittel – Kalium, online, Stand: 15.12.2021 http://www.vitalstoff-lexikon.de/Mineralstoffe/Kalium/Lebensmittel.html
  7. Verbraucherzentrale, Kalium – Produkte für Nerven und Muskeln, online, Stand: 15.12.2021 https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel/kaliumprodukte-fuer-nerven-und-muskeln-21065

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