Wespe auf einem grünen Blatt

Ätherisches Öl gegen Mücken, Zecken, Wespen & Co – kraftvoller Helfer aus der Natur

Ätherisches Öl gegen Mücken, Zecken, Wespen und andere Plagegeister zu verwenden hat viele Vorteile: es ist ungiftig für Dich und Deine Umwelt, frei von Nebenwirkungen und riecht für unsere menschlichen Nasen in der Regel auch noch besser als die meisten der chemischen Mückensprays. Um die wertvollen Inhaltsstoffe eines ätherischen Öls richtig einzusetzen, gilt es, einige Dinge darüber zu wissen.

Wirkungsweise von ätherischen Ölen gegen Insekten

Was für uns Menschen angenehm riecht, wirkt auf Mücken, Zecken, Wespen und Co. oft abstoßend. Die meisten Insekten mögen keine starken Gerüche. Mithilfe der Aromatherapie kannst Du Dir dies zunutze machen. Manche ätherische Öle, vor allem solche von bestimmten Holzarten, imitieren die Duft- und Abwehrstoffe von Insekten und verwirren dadurch besonders Stechmücken. Folgende Öle haben sich in der Insektenabwehr bewährt:

Ätherisches Öl gegen Mücken

Als besonders wirksam gegen Mücken haben sich Duftstoffe mit einem hohen Gehalt an Citral erwiesen. Dies ist vor allem in den Ölen Zitronengras, Citronella, Zitroneneukalyptus, Rosengeranie und Palmarosa enthalten. Öle, die Abwehr- und Lockstoffe von Insekten imitieren, sollen ebenfalls gegen Stechmücken helfen. Dazu zählen Patchouli, Sandelholz und Atlaszeder.

Ätherisches Öl gegen Wespen

Wespen wehrst Du am besten mit einer Mischung aus Minze, Thymian, Zitronengras und Geranien ab. Die stark duftenden Essenzen sollen helfen, der Geruchssinn der Wespen zu irritieren, damit sie Dein Essen in Ruhe lassen. Auch ein ätherisches Öl aus Pfefferminze und Lavendel kann die gestreiften Plagegeister abschrecken, da sie deren Geruch nicht mögen.

Ätherisches Öl gegen Fliegen

Als geeigenets Mittel gegen Fliegen wirkt Basilikum. Basilikum-Pflanzen auf der Fensterbank können bereits gegen viele Fliegen in Deiner Küche helfen. Du solltest die Wirkung mit einem ätherischen Öl unterstützen. Neben Basilikum sind auch ätherische Öle aus Lavendel, Pfefferminz, Zitrone oder Lorbeer wirksam. Gib einige Tropfen davon in eine Schale mit Wasser und stelle sie auf der Fensterbank auf.

Ätherisches Öl gegen Zecken

Zecken mögen aufgrund der darin enthaltenen Laurinsäure kein Kokosöl. Es eignet sich daher hervorragend als Basisöl zur Abschreckung. Mische unter das Kokosöl ein ätherisches Öl, z. B. Zitronen-Eukalyptus, Rosengeranie, Rosmarin oder Patchouli, damit Du wirksam vor Zeckenbissen geschützt bist.

Ätherisches Öl gegen Motten

Gegen Motten in Deinem Kleiderschrank helfen Lavendelöl, Zedernholz und Pfefferminz. Auch Schwarzkümmelöl oder Zitronenöl schreckt Motten ab. Du kannst das Öl auf ein Stück Papier oder auch Stoff träufeln und in Deinen Kleiderschrank hängen. Achte aber darauf, dass Du den Geruch selbst auch magst, denn er geht ein wenig in Deine Kleidung über.

Was Du tun kannst, wenn Dich die Insekten doch erwischt haben

Ätherisches Öl gegen den Juckreiz bei Mückenstichen

Mücke auf einem grünen BlattPures Lavendelöl, direkt auf den Stich gegeben, neutralisiert die Giftstoffe und vermindert die Histaminausschüttung. Dadurch entsteht weniger Juckreiz. Für Kinder über drei Jahre und Erwachsene eignet sich auch eine Mischung aus Lavandin, Eukalyptus und Rosmarin. Lavendelöl gehört zu den wenigen ätherischen Ölen, die so mild sind, dass sich in kleinen Mengen auch pur verwendet werden können.

Ätherisches Öl gegen Insektenstiche

Gib etwas Lavendel- oder frisches Teebaumöl pur auf die schmerzende Stelle. Das beruhigt und lindert die Schwellung. Die beiden Öle können auch bei bereits aufgekratzten Stichen aufgetragen werden, um zu verhindern, dass sich die Wunde entzündet. Für einen beruhigenden und zusätzlich etwas kühlenden Effekt kannst Du auch sorgen, indem Du 2 ml Wodka oder Korn mit etwa 1 ml Lavendel oder Teebaumöl mischt und in ein kleines Fläschchen füllst. Bei Bedarf kannst Du die Mischung hin und wieder auf die Stichstelle auftragen.

Wie wendest Du ein ätherisches Öl gegen Insekten am besten an?

Um Dir die lästigens Tierchen vom Hals zu halten, hast Du mehrere Möglichkeiten.

  •  Zur Raum- oder Terrassenbeduftung: Gib dazu etwa fünf bis zehn Tropfen eines ätherischen Öls mit etwas Wasser vermischt in ein Duftlämpchen. Als sommerliche Deko kannst Du ein Glas oder eine Schale mit Wasser füllen, einige Tropfen des entsprechenden Öles hinzu geben und eine Schwimmkerze hinein stellen. Natürlich funktioniert auch ein Diffusor. Am besten eignet sich ein Ultraschall-Diffusor, damit die Öle ihre Wirkung optimal entfalten können. Damit kannst Du Dir im Haus und auf der Terrasse einen insektenfreien Raum schaffen.
  • Als Abwehrmittel für den Körper: Gib einige Tropfen eines geeigneten ätherischen Öls gegen Mücken, Wespen oder Zecken in ein Basisöl und trage dieses wie eine Körperlotion auf der Haut auf. Als Basisöl eignet sich Jojoba-, Mandel- oder Traubenkernöl. Augen und Schleimhäute dabei aussparen. Kokosöl mit seinem hohen Fettanteil und starken Eigengeruch kann die Insektenabwehr zusätzlich unterstützen.
  • Als Spray für Kleidung oder Haut kannst Du auch Alkohol oder Hamamelis-Wasser in Verbindung mit einem ätherischen Öl verwenden. Gib dazu knapp 100 ml Wodka oder Korn in ein Sprühfläschen und füge etwa 50 Tropfen des ausgewählten ätherischen Öles hinzu. Anstelle von Alkohol kannst Du auch eine Mischung aus destilliertem Wasser mit Hamamelis oder Solubol verwenden. Vor jedem Gebrauch stets gut schütteln!
  • Als Pflanzenschutzmittel: Um Schädlingsbefall bei Deinen Topfplanzen vorzubeugen, gib regelmäßig einige Tropfen ätherisches Öl auf etwa 5 Liter Gießwasser. Geeignete Öle sind Zedernholz und Lavendel (gegen Blättläuse, Motten und Schnecken), Pfefferminz (gegen Ameisen und Spinnen) und Teebaumöl (gegen Läuse). Du kannst das Öl auch in eine Sprühflasche mit Wasser geben und die Pflanzen, allerdings nicht in der der prallen Sonne, täglich damit besprühen.

Gut zu wissen

  • Für eine bessere Wirksamkeit kannst du auch mehrere ätherische Öle untereinander mischen
  • Studien zufolge ist eine Duftmischung aus ätherischen Ölen genauso wirksam wie ein Abwehrmittel aus chemischen Substanzen. Die Wirkung hält jedoch nicht so lange an, daher solltest Du die Creme etwa stündlich auftragen
  • Achte immer auf die richtige Dosierung, da einige der ätherischen Öle, z. B. Citronella und Lemongras, hautreizend sein können. Eine Konzentration von etwa 2-3 % zur Gesamtmenge ist ausreichend, bei Aldehyd-Verbindungen (Citronella, Lemongras, Zitroneneukalyptus) auch weniger
  • Verwende stets nur Produkte in naturreiner Qualtität, möglichst aus biologischem Anbau
  • Wenn Du zu Allergien neigst, solltest Du jedes ätherische Öl vor der Anwendung in Deiner Armbeuge auf dessen Verträglichkeit hin überprüfen
  • Teebaumöl solltest Du auf der Haut möglichst frisch verwenden. Es altert nach Anbruch der Flasche schnell und kann dann die Haut reizen

Besonderheiten bei Kindern

  • Bei Babys (über sechs Monate) und Kleinkindern achte ganz besonders auf die richtige Verdünnung, da ihre Nasen noch sehr empfindlich sind. Die Verdünnung bei Mitteln für Kinder muss höher sein als die von Erwachsenen!
  • Setze bei Kindern die Öle Lemongras, Citronella und Zitroneneukalyptus äußerst vorsichtig ein (maximal 0,5% in der Gesamtmischung). Sie enthalten viel Aldehyd, was die Haut reizen kann. Auf Pfefferminzöl und Eukalyptusöl solltest Du ganz verzichten.
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