Eukalyptusöl

Alles zur Anwendung, Wirkung und Geschichte von Eukalyptusöl

Eukalyptusöl gegen Erkältungen ist fast schon ein alter Hut und steckt in beinahe jedem Hustenbonbon. Dabei kann uns Eukalyptusöl noch viel mehr Gutes tun, beispielsweise als ätherisches Öl.

Die Wirkung von Eukalyptusöl

Eukalyptus ätherisches Öl hat sich vor allen bei der Bekämpfung von Atemwegserkrankungen bewährt. Es wird traditionell auch gegen rheumatische Beschwerden verwendet. Dazu reichen ihm wenige Wirkmechanismen. Die Eukalyptusöl Anwendung wirkt:

  • Schleimlösend
    Die bekannteste Eukalyptus Wirkung ist sicher die auf unsere Atemwege. Wenn wir Eukalyptus inhalieren, wirkt das auf unsere Kälterezeptoren ein. Das fühlt sich an, als würde sich alles zusammenziehen und befreit die Atemwege. Unter der Wirkung von Eukalyptusöl geben die Schleimhäute vermehrt Wasser ab. Dadurch löst sich der zähe Schleim aus Atemwegen, Bronchien, Nebenhöhlen und verstopften Nasen. Eukalyptusöl verbessert auch die Funktion der Flimmerhärchen, die für den Abtransport unerwünschter Stoffe aus den Atemwegen sorgen. Deshalb hat mit Eukalyptus Erkältung generell schlechte Karten. Sogar bei COPD, einer chronischen Lungenerkrankung, konnte man mit Eukalyptusöl eine deutliche Linderung der Beschwerden erreichen. Auch gegen chronische Bronchitis hilft Eukalyptusöl.
  • Entspannend und durchblutungsfördernd
    Eukalyptusöl entspannend auf die Muskulatur. Davon ist nicht nur die Skelettmuskulatur betroffen, sondern auch die Muskeln, die unsere Gefäße umgeben. Eine entspannte Gefäßmuskulatur sorgt für einen gute Durchblutung. Das wirkt sich indirekt mehrfach positiv aus. Eine bessere Durchblutung hilft, Ablagerungen in den Gelenken abzutransportieren. Gleichzeitig fördert es die Ausschüttung von entzündungshemmenden und schmerzstillenden Substanzen. Deswegen kann Eukalyptusöl gegen rheumatische Beschwerden helfen.
  • Antibakteriell
    Eukalyptusöl besitzt antimikrobielle Aktivität gegen verschiedene krankheitserregende Bakterienarten. Gegen einige Pilze, wie Candida und Aspergillus, wirkt es fungizid. Diese Wirkung beruht wahrscheinlich auf dem hohen Gehalt an Cineol. Teebaumöl und Manukaöl haben ähnliche keimhemmende Wirkungen.
  • Adstringierend
    Eukalyptusöl wirkt durch seinen Gehalt an Gerbstoffen adstringierend. Häute und Schleimhäute ziehen sich unter diesem Einfluss zusammen. Das erschwert Viren und Bakterien den Angriff und unterstützt die keimhemmende Wirkung.Es wirkt aber auch Cellulitis entgegen, denn auch das Bindegewebe der Haut zieht sich zusammen und gibt überschüssiges Gewebewasser ab, was die Haut wieder strafft.
  • Psychisch anregend
    auf die Seele wirkt sich der frische, scharfe Duft von Eukalyptus anregend, aus. Er vertreibt Lethargie und verhilft uns zu einem klaren Kopf.

Die Anwendung von Eukalyptusöl

Eukalyptus ist, zum Beispiel in Form von Eukalyptus Tropfen oder Salben, Bestandteil vieler frei verkäuflicher Medikamente gegen Erkältungskrankheiten. Verwendet man aber ätherisches Eukalyptusöl, ist man, was den Wirkstoffgehalt angeht, auf der sicheren Seite und hat außerdem ein Mittel, das vielseitig einsetzbar ist.

  • Eukalyptusöl einnehmen
    Bei Erkältungen könnt ihr drei bis sechs Tropfen Eukalyptusöl in einem Glas warmen Wasser verdünnen und schluckweise bis zu drei Gläser am Tag trinken.
  • Inhalieren mit Eukalyptusöl
    Bei Erkältungskrankheiten sind auch die Dämpfe des Öls sehr wirksam. Gebt ein bis zwei Tropfen Eukalyptusöl in eine Schale heißes Wasser und inhaliert den Dampf unter einem Handtuch, damit nichts von den wertvollen Inhaltsstoffen verloren geht. Ihr könnt auch eine Tropfen auf ein Taschentuch geben und gelegentlich daran schnuppern. Statt des Öls könnt ihr auch einen Tee aus Eukalyptusblättern zubereiten und diesen Dampf inhalieren.
  • Eukalyptusölkompresse
    Die entspannenden und antiseptischen Wirkungen von Eukalyptusöl kann man sich auch in einer Kompresse zu Nutze machen. Gebt etwas verdünntes Eukalyptusöl auf eine Kompresse, legt sie direkt auf die Haut und lasst sie etwa eine halbe Stunde einwirken. Eine Wärmflasche verstärkt die wohltuende Wirkung noch.
  • Einreibung mit Eukalyptusöl
    Bei Erkältungen oder Rheuma kann man verdünntes Eukalyptusöl direkt auf die Haut auftragen. Dazu verdünnt ihr das reine Eukalyptusöl mit einem neutralen Trägeröl. Nehmt einen Teil Eukalyptus und fünf Teile Oliven- oder Mandelöl, vermischt das gut und reibt die Haut damit ein.

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Chemische Zusammensetzung vo Eukalyptusöl

Eukalyptusöl wird aus verschiedenen Arten der Gattung Eukalyptus hergestellt. Dementsprechend variiert die Zusammensetzung der Öle, man spricht von verschiedenen Chemotypen. Außerdem werden aus dem Rohöl bestimmte Stoffe entfernt, die im gebrauchsfertigen ätherischen Öl fehlen.

Im Rohöl sind folgende Komponenten enthalten:

  • Cineol (60-80%)
    Cineol ist der typische Bestandteil von Eukalyptus und verwandten ätherschen Ölen
  • 1-Pinen, 2-Pinen (zusammen ca. 10%)
    Pinene komme häufig in ätherischen Ölen vor.
  • Limonen (0–12%)
    Limonen ist der typisch zitronige Duft von Zitrusfrüchten
  • Phellandren (0–1,5%)
    Phellandrene kommen in verschiedenen ähnlichen Verbindungen vor und sind typisch für ätherische Öle. Sie oxidieren an der Luft zu Allergie auslösenden Stoffen.
  • Camphen
    Camphen ist ein wachsartiger Feststoff und kann in Spuren in Eukalyptusöl vor kommen.
  • Fenchon
    Fenchon kommt im Fenchel und vielen ätherischen Ölen vor.
  • Aldehyde
    Rohes Eukalyptusöl enthält Aldehyde verschiedener organischer Säuren, die für den medizinischen Gebrauch entfernt werden .

Herstellung von Eukalyptusöl

Zur Herstellung von Eukalyptusöl werden nur wenige Arten verwendet. Das Öl wird durch Wasserdampfdestillation aus den Blättern und Zweigen gewonnen. Das Rohöl enthält neben Cineol auch einen hohen Anteil an Husten reizenden Aldehyden. Diese werden durch Behandlung mit Lauge oder Rektifikation (Gegenstromdestillation, unerwünschte Bestandteile werden „abdestilliert“) abgetrennt. Das reine Eukalyptusöl enthält bis zu neunzig Prozent Cineol. Der Hauptlieferant von Eukalyptusöl ist Eukalyptus globulus.

Botanik des Eukalyptus

Eukalyptus ist eine sehr artenreiche Gattung aus der Familie der Myrtengewächse (Myrtaceae). Es gibt mehr als 600 Eukalyptus-Arten, die in Australien und Indonesien zu Hause sind. Eukalypten sind immergrüne Bäume und Sträucher, die rasch wachsen und deren Wurzeln so tief ins Erdreich vordringen, dass sie alles Wasser für sich beanspruchen können, die Böden austrocknen und der örtlichen Fauna die Lebensgrundlage entziehen. Eukalyptus verdrängt andere Arten aggressiv. In Australien dominiert Eukalyptus daher die Wälder mit einem Anteil von siebzig Prozent. Eukalyptus erhöht auch die Waldbrandgefahr durch seinen hohen Gehalt an leicht entzündlichen Ölen.

Schon gewusst?

Eukalyptusöl ist sehr vielseitig und findet auch technische Anwendung. Es wird sogar an einem Kraftstoffgemisch mit Benzin geforscht. Bisher ist das Eukalyptusbenzin aber nicht wirtschaftlich.

Geschichte des Eukalyptusöls

Eukalyptus wurde nach der Kolonialisierung Australiens entdeckt und gelangte im neunzehnten Jahrhundert nach Europa. Anfangs stand aber die landwirtschaftliche Nutzung der Pflanzen im Vordergrund. Eukalyptusholz ist sehr widerstandsfähig und eignet sich gut für den Schiffsbau. Im Mittelmeerraum und Nordafrika diente Eukalyptus mit seinem überdimensionierten Wurzelwerk dazu, Sümpfe trocken zu legen und dadurch krankheitserregenden Mückenplagen vorzubeugen. Darauf bezieht sich auch die Bezeichnung „Fieberbaum“, denn das Öl selbst besitzt keine fiebersenkende Wirkung.

Risiken und Nebenwirkungen

Wie viele ätherische Öle hat auch Eukalyptusöl Nebenwirkungen. Eukalyptusöl kann in seltenen Fällen Übelkeit, Erbrechen und Durchfall hervorrufen. Eukalyptusöl kann Leberenzyme aktivieren. Dadurch beschleunigt sich der Abbau von Fremdstoffen, auch Medikamenten, in der Leber. Die Wirksamkeit von Medikamenten kann dadurch herabgesetzt werden.

Bei Säuglingen und Kleinkindern unter drei Jahren darf Eukalyptusöl nicht in der Nähe der Atmungsorgane angewandt werden. Die Dämpfe können Atemnot verursachen. Daher kann Eukalyptus Kinder schwer belasten. Das gleiche gilt auch für Asthma-Patienten. Während der Schwangerschaft und Stillzeit sollte auf Eukalyptusöl verzichtet werden, weil das Öl über die Plazenta oder die Milch auf das Kind übertragen werden kann. Darum ist Eukalyptus in der Schwangerschaft nicht empfehlenswert.

Eukalyptusöl Info:

Name Eucalyptus
Botanischer Name Eucalyptus spec.
Familie Myrtaceae, Myrtengewächse
Synonyme Fieberbaum, Blauer Gummibaum, Blaue Eukalyptus, Gewöhnlicher Eukalyptus, Tasmanischer Blaugummibaum
Englischer Name eucalyptus (essential) oil, Tasmanian Blue Gum, Blue Gum Eucalyptus
Herkunftsland Australien, Indonesien
Gewinnungsart Wasserdampfdestillation
Pflanzenteil Blätter, Zweige
Preis pro 10ml ab € 2,0

Das ist der Duft von Eukalyptusöl:

Duftprofil frisch, scharf, kampferartig
Duftwirkung belebend, erfrischend
Duftnote Kopfnote
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